Andacht zum Monatsspruch September: "Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende." (Pred. 3,11)

SEHEN LERNEN. Wenn Sie mich jetzt fragen würde, was mir gut täte, wäre die Antwort recht einfach. Ein guter Kaffee, ein bisschen Ruhe für meine Seele und ein Stück Natur. All das habe ich, als ich diese Andacht schreibe, um mich. Und ich merke: das Schöne ist oft so nah wie die Wiesenblumen da vor mir, in denen sich die Bienen und Hummeln tummeln. "Gott hat alles schön gemacht", nur müssen wir die Dinge oft erst sehen lernen, damit sie unser Herz erreichen.                  
GENIESSEN LERNEN. Um zu sehen, ist es manchmal wichtig, hier und jetzt zu sein und die Dinge zuzulassen. Verweilen anstatt vorbeizueilen. Atmen und genießen, den einfachen Moment wahrnehmen und feiern, damit das Leben im Herzen Wurzeln schlägt.                                   
DANKEN LERNEN. Solche Momente machen mich dankbar. Sie ordnen meine Gedanken, schenken einen freieren Blick und lassen mein Herz höher schlagen. Ich habe Zeit, Gott zu danken für all das Schöne und Gute in meinem Leben, auf unserer Erde. Und das gibt mir Ruhe und Hoffnung, Kraft und Mut auch für die stürmischen Zeiten. Gut, dass wir von so viel schönen Dingen umgeben sind, die Sehnsucht wecken nach mehr.    Amen.        

Ihre Pfarrerin Susanne Entschel