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Abseilen der Emerslebener Uhrenglocken in Bildern vom 17.07.2010

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Emersleben – Kirche St. PetriELDSCI0008

Die Kirche St. Petri wurde erstmals als Mutterkirche des Ortes Niendorf 1187 erwähnt.

Der heutige Bau besteht aus einem rechteckigen Salbau von 1742 und einem quadratischen romanischen Westturm, der bis zum 30jährigen Krieg ein Bleidach hatte und 1686 die “Welsche Haube” erhielt.

Der Turm öffnet sich im großen Halbkreisbogen zum Schiff, das im Jahr 1742 angebaut wurde. Er beherbergte drei von 1924 in Bochum gefertigte Stahlglocken, zwei Uhrschlagglocken aus Bockenem von Weule und eine Kirchturmuhr von 1905.

Als äußeren Schmuck besitzt das Langhaus an der nördlichen Wand zwei Eingangsportale mit je einer steinernen Figur des heiligen Petrus. In der Westwand eingemauert sind drei Grabmale der Familie Dorstadt. Eine Auferstehungsskulptur befindet sich über dem Eingang zur Gruft derer von Stedern.

Als in den Jahren 1969-71 die Innenrenovierung stattfand, wurde die nicht original barocke Ausstattung entfernt und teilweise durch einfache schlichte Formen ersetzt.

Die Decke in der Kirche ist mit einem Ölgemälde des 17. Jahrhunderts geschmückt. Im Kirchenschiff ist das Bild “Kreuzigung” von Gregorius Bödicke von 1612 und in der Sakristei das Bild “Jüngstes Gericht” auf Leinwand zu sehen.

Der geschnitzte Orgelprospekt ist von 1750 und die Orgelempore zeigt drei weitere Ölmalereien: “Sündenfall”, “Taufe Christi” und “Auferstehung”. Die Orgel wurde im Jahr 1900 durch den Orgelbaumeister Rühlmann aus Zorbig geschaffen.

Der Altar entstand 1744 im Stil des barock. Die Altarbekrönung zeigt den auferstandenen Christus und die Figuren zu seinen Füßen halten die Symbole von Glauben, Liebe und Hoffnung. Eingerahmt werden sie von den Wappen der damaligen Patronatsfamilien. Zentral angebracht ist die Kanzel aus dem 16. Jahrhundert mit den Figuren Moses und Petrus. Zum Gesamtbild des Altars gehört auch die Engelgruppe mit dem Taufstein.

(aus ‚Kleinode‘, der Touristenführer durch den Kirchenkreis Halberstadt)

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