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Groß Quenstedt – Kirche St. Laurentius

Die Kirche St. Laurentius liegt nordöstlich des Dorfes mitten in Äckern und Wiesen. Sie wurde im Jahr 1250 erbaut und ist ein schlichter romanischer Saalbau, der aus Bruchstein zusammengefügt iGrQu070620153274Fst.

Der romanische Westturm, der nur in seinem untersten Teil mit dem Kirchenschiff bündig ist, hat eine nach Westen hin querrechteckige Form.

Die Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte Veränderungen erfahren, wie z. Bsp. die barockisierten Fensteröffnungen. Durch Umbauten im Jahr 1850 verschwindet die für romanische Kirchen typische flache Balkendecke.

Im Turm befinden sich zwei Glocken. Die Kleinere ist von 1390 und mit schöner Minuskelinschrift verziert, die Größere ist um 1700 entstanden.

An der Südostecke des Kirchenschiffs ist die halbplastiche Figur des heiligen Petrus mit den typischen Attributen – Schlüssel und Buch als Zeichen der Binde- und Lösegewalt – die dem Apostel von Christus zugesprochen wird, eingelassen. Sehenswert sind auch die an der Kirche außen stehenden Grabplatten.

In der Kirche befindet sich der geschnitzte Altar, der etwa um 1650 seinen heutigen Aufbau erhielt. Er ist mit zwei Wappen verziert.

Die Kanzel aus der gleichen Zeit ist mit Bildern der vier Evangelisten und ihren Symbolen geschmückt.

Der Taufstein – um 1600 – ist achteckig und mit Riefeln verziert. Erwähnenswert ist noch das Ölbild in der Nähe der Kanzel von 1626 und der Kruzifixus, der von zwei knieenden Frauen verehrt wird. Die Darstellung erinnert an die damals geschehene Restaurierung der Kirche.

Die Kirchenfenster, die erst um 1900 eingebaut wurden, zeigen ebenfalls die vier Evangelisten.

Im Jahr 1980 wurde die hintere Pforte mit dem Relief des St. Petrus von der Petrikirche verschlossen.

In der Kirche finden in den Sommermonaten meist 14tägig Gottesdienste statt. Ganzjährig werden musikalische Veranstaltungen durchgeführt. Christvesper und Christnacht haben hier ihren besonderen Reiz.

(aus ‚Kleinode‘, der Touristenführer durch den Kirchenkreis Halberstadt)


Groß Quenstedt – Kirche St. PetriGrQuPetriturmF

Von der zerstörten Kirche ist nur noch der, das Ortsbild bestimmende romanische Kirchturm erhalten geblieben und vom ehemaligen Saalbau die gesicherten Ruinenreste. Der rechteckige Turm aus Kalkstein besitzt eine Renaissance-Haube. An allen Seiten befindet sich ein gekuppeltes Fenster. Ein in die westliche Wand später eingesetzter Inschriftenstein zeigt die Jahreszahl 1576.

Der prächtige barocke Kanzelaltar wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von Quenstedter Schnitzern angefertigt. Er ist mit gedrehten Säulen und den Figuren Christus, sechs Aposteln, Johannis und Moses geschmückt. Der Kanzelaltar befindet sich jetzt in der Stadtkirche Jessen.


(aus ‚Kleinode‘, der Touristenführer durch den Kirchenkreis Halberstadt)

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